JuraForum.de > Urteile > BSG > Beschluss vom 16.03.2006, Aktenzeichen: B 4 RA 24/05 B
| Leitsatz: | 1. Die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit sind als (besondere) Verwaltungsgerichte nicht befugt, sich an die Stelle einer Verwaltungsbehörde zu setzen und als erste staatliche Stelle an Stelle des Organs der vollziehenden Gewalt verwaltungsaktersetzende Regelungen zu treffen (Fortführung BSG vom 31.7.2002 - B 4 RA 112/00 R = SozR 3-8570 § 4 Nr 3 und BSG vom 31.7.2002 - B 4 RA 2/02 R = BSGE 90, 42 = SozR 3-8570 § 4 Nr 4; Abgrenzung zu BSG vom 17.2.2005 - B 13 RJ 31/04 R = SozR 4-2600 § 43 Nr 3 und BSG vom 5.10.2005 - B 5 RJ 6/05 R = SozR 4-2600 § 43 Nr 5). 2. Die Kompetenz des BSG, im Beschwerdeverfahren wegen der Nichtzulassung der Revision ein verfahrensfehlerhaftes Urteil des Landessozialgerichts allein (isoliert) aufzuheben, besteht dann, wenn bereits dadurch die Sache abschließend entschieden wird, also eine Zurückverweisung an dieses Gericht zur erneuten Verhandlung und Entscheidung ausscheidet. |
| Rechtsgebiete: | SGB VI, SGG, SGB I |
| Vorschriften: | SGB VI F: 20.12.2000 § 43, SGB VI F: 24.03.1999 § 44, SGB VI § 117, SGB VI § 302b, SGG § 160 Abs 2 Nr 3, SGG § 160a Abs 5, SGB I § 31, |
| Stichworte: | Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, Kompetenz der Sozialgerichtsbarkeit, Nichtzulassungsbeschwerde, sozialgerichtliches Verfahren, |
| Verfahrensgang: | SG Oldenburg S 5 RA 306/97 vom 23.11.2000 LSG Celle-Bremen L 1 RA 270/00 vom 25.03.2004 |
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