JuraForum.de > Urteile > BSG > Beschluss vom 06.07.2006, Aktenzeichen: B 9a SB 52/05 B
| Leitsatz: | Ein nach der ersten Anhörungsmitteilung gemäß § 153 Abs 4 SGG gestellter oder aufrechterhaltener Beweisantrag ist nicht als erledigt zu behandeln, wenn er nach einer weiteren nicht näher begründeten Anhörungsmitteilung nicht nochmals wiederholt wird, es sei denn besondere Umstände des Einzelfalls - wie etwa eine zwischenzeitliche Änderung des Sach- und Streitstandes - sprechen dagegen (Weiterentwicklung von BSG, Beschluss vom 18.12.2000 - B 2 U 336/00 B = SozR 3-1500 § 160 Nr 31; BSG, Beschluss vom 18.2.2003 - B 11 AL 273/02 B). |
| Rechtsgebiete: | SGG |
| Vorschriften: | SGG § 160 Abs 2 Nr 3, SGG § 153 Abs 4, SGG § 103 S 1, |
| Stichworte: | Aufrechterhaltung eines Beweisantrags im Verfahren nach § 153 Abs 4 SGG - Verletzung der Aufklärungspflicht, |
| Verfahrensgang: | SG Koblenz S 8 SB 134/00 vom 23.06.2003 LSG Mainz L 6 SB 139/03 vom 09.08.2005 |
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