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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 30.10.2008, Aktenzeichen: I ZR 12/06 

BGH – Aktenzeichen: I ZR 12/06

Urteil vom 30.10.2008


Leitsatz:a) Die Vorschrift des § 437 HGB greift grundsätzlich nur dann ein, wenn auf den Hauptfrachtvertrag deutsches Recht zur Anwendung kommt, da sich die Ersatzpflicht des ausführenden Frachtführers am Verhältnis zwischen dem Absender und dem vertraglichen (Haupt-)Frachtführer und nicht an den vertraglichen Beziehungen des Letzteren zum ausführenden Frachtführer orientiert.

b) Dem Empfänger des Transportgutes können bei Verlust oder Beschädigung des Gutes gegen den (ausführenden) Unterfrachtführer aus dem mit dem Hauptfrachtführer geschlossenen Unterfrachtvertrag eigene Schadensersatzansprüche zustehen (Aufgabe von BGHZ 116, 15 [zu Art. 34 CMR] und Fortführung von BGHZ 172, 330).
Rechtsgebiete:HGB, EGBGB
Vorschriften:HGB § 425 Abs. 1, HGB § 435, HGB § 437 Abs. 1, EGBGB Art. 27,
Verfahrensgang:OLG Düsseldorf, 18 U 71/05 vom 19.12.2005
LG Düsseldorf, 35 O 181/00 vom 08.03.2005

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