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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 29.09.2008, Aktenzeichen: II ZR 234/07 



BGH – Aktenzeichen: II ZR 234/07

Urteil vom 29.09.2008


Leitsatz:a) Das gemäß § 30 Abs. 1 GmbHG gebundene Gesellschaftsvermögen ist nach den allgemeinen, für die Jahresbilanz geltenden Bilanzierungsgrundsätzen festzustellen; dabei sind Gesellschafterdarlehen auch im Fall eines Rangrücktritts stets zu passivieren.

b) Schadensersatzansprüche gegen einen GmbH-Geschäftsführer wegen gemäß § 30 Abs. 1 GmbHG verbotener Auszahlungen (§ 43 Abs. 3 GmbHG) verjähren gemäß § 43 Abs. 4 GmbHG in fünf Jahren ab der jeweiligen Zahlung. Unterlässt der Geschäftsführer die Geltendmachung von Rückforderungsansprüchen der Gesellschaft gegen den Zahlungsempfänger (§ 31 Abs. 1 GmbHG) bis zum Eintritt der Verjährung dieser Ansprüche (hier § 31 Abs. 5 Satz 1 a.F. GmbHG), wird dadurch nicht eine weitere Schadensersatzverpflichtung gemäß § 43 Abs. 2 GmbHG mit einer erst von da an laufenden Verjährungsfrist gemäß § 43 Abs. 4 GmbHG ausgelöst.
Rechtsgebiete:GmbHG
Vorschriften:GmbHG a.F. § 30 Abs. 1, GmbHG a.F. § 31 Abs. 1, GmbHG a.F. § 31 Abs. 5, GmbHG § 43 Abs. 2, GmbHG § 43 Abs. 3, GmbHG § 43 Abs. 4,
Verfahrensgang:LG Koblenz, 5 O 154/05 vom 08.02.2006
OLG Koblenz, 6 U 330/06 vom 30.11.2006

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