JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 28.09.1999, Aktenzeichen: KZR 18/98
| Leitsatz: | GWB § 21 Abs. 1; UWG § 1 a) Eine nach § 21 Abs. 1 GWB verbotene Aufforderung zu einer Liefer- oder Bezugssperre kann sich aus einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Verrufer und dem Adressaten des Boykottaufrufs ergeben. b) Die gesellschaftsrechtliche Beteiligung an einem Unternehmen stellt eine gewerbliche Leistung dar, die Gegenstand eines verbotenen Boykotts sein kann. c) Im Rahmen der Interessenabwägung, die bei § 21 Abs. 1 GWB zur Feststellung einer Unbilligkeit der Behinderung stattzufinden hat, kann es maßgeblich darauf ankommen, ob der Verrufer über eine marktbeherrschende Stellung verfügt. BGH, Urt. v. 28. September 1999 - KZR 18/98 - OLG Dresden Leipzig |
| Rechtsgebiete: | GWB, UWG |
| Vorschriften: | GWB § 21 Abs. 1, UWG § 1, |
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