JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 28.01.2004, Aktenzeichen: XII ZR 259/01
| Leitsatz: | a) Der nach § 1586 b BGB auf nachehelichen Ehegattenunterhalt in Anspruch genommene Erbe des Unterhaltspflichtigen kann sich weiterhin oder auch erstmals auf die Härteklausel des § 1579 Nr. 7 BGB berufen, wenn nicht der Unterhaltspflichtige zuvor darauf verzichtet hatte. b) Von einem ausdrücklichen oder stillschweigenden Verzicht auf die Rechtsfolgen des § 1579 Nr. 7 BGB kann nicht ausgegangen werden, wenn der verstorbene Ehegatte in Kenntnis einer langjährigen neuen eheähnlichen Gemeinschaft der Unterhaltsberechtigten weiterhin monatlich Unterhalt bezahlt hatte, um nach § 5 VAHRG eine - sonst höhere - Kürzung seiner Rente zu verhindern. |
| Rechtsgebiete: | BGB, VAHRG |
| Vorschriften: | BGB § 1586 b, BGB § 1579 Nr. 7, VAHRG § 5, |
| Verfahrensgang: | OLG Koblenz vom 19.09.2001 AG Bingen |
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