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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 23.04.2002, Aktenzeichen: VI ZR 180/01 



BGH – Aktenzeichen: VI ZR 180/01

Urteil vom 23.04.2002


Leitsatz:a) Beim Zusammenstoß zwischen einem PKW und einem Fußgänger ist die Vermeidbarkeit eines Unfalls auch dann gegeben, wenn der Fußgänger bei Einhalten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des PKW den Gefahrenbereich vor Eintreffen des Fahrzeugs verlassen gehabt hätte ("zeitliche Vermeidbarkeit").

b) Reicht das urkundenbeweislich verwertete Gutachten aus einem Ermittlungsverfahren nicht aus, um die von einer Partei zum Beweisthema angestellten Überlegungen und die in ihrem Vortrag angesprochenen aufklärungsbedürftigen Fragen zu beantworten, so muß der Tatrichter auf Antrag der Partei einen Sachverständigen hinzuziehen und eine schriftliche oder mündliche Begutachtung anordnen.
Rechtsgebiete:StVO, ZPO
Vorschriften:StVO § 3 Abs. 1, StVO § 3 Abs. 2 a, ZPO § 286 A, ZPO § 402,
Verfahrensgang:OLG Naumburg
LG Magdeburg

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