JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 23.02.2005, Aktenzeichen: XII ZR 114/03
| Leitsatz: | Den Unterhaltsschuldner trifft grundsätzlich eine Obliegenheit zur Einleitung der Verbraucherinsolvenz, wenn dieses Verfahren zulässig und geeignet ist, den laufenden Unterhalt seiner minderjährigen Kinder dadurch sicherzustellen, daß ihm Vorrang vor sonstigen Verbindlichkeiten eingeräumt wird. Das gilt nur dann nicht, wenn der Unterhaltsschuldner Umstände vorträgt und ggf. beweist, die eine solche Obliegenheit im Einzelfall als unzumutbar darstellen. |
| Rechtsgebiete: | BGB, ZPO, InsO |
| Vorschriften: | BGB § 1603 Abs. 2, ZPO § 323 Abs. 2, InsO §§ 286 ff., InsO §§ 304 ff., |
| Verfahrensgang: | OLG Stuttgart vom 24.04.2003 AG Bad Saulgau |
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