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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 22.03.2007, Aktenzeichen: VII ZR 268/05 



BGH – Aktenzeichen: VII ZR 268/05

Urteil vom 22.03.2007


Leitsatz:Verträge über den Bau von Immobilien fallen in den Anwendungsbereich von
§ 312 BGB (im Anschluss an BGH, Urteil vom 19. November 1998 - VII ZR 424/97, BauR 1999, 257 = ZfBR 1999, 152).

An die Stelle einer nach § 3 Abs. 2, § 12 MaBV i. V. mit § 134 BGB nichtigen Zahlungsvereinbarung tritt als Ersatzregelung weder der Zahlungsplan des § 3 Abs. 2 MaBV noch § 632 a BGB, sondern § 641 Abs. 1 BGB (im Anschluss an BGH, Urteil vom 22. Dezember 2000 - VII ZR 310/99, BGHZ 146, 250).

Leistet der Erwerber vor Fälligkeit der Werklohnforderung Zahlungen, durch deren Entgegennahme der Unternehmer gegen das Verbot des § 3 MaBV verstößt, so steht dem bereicherungsrechtlichen Rückzahlungsanspruch des Erwerbers § 813 Abs. 2 BGB grundsätzlich nicht entgegen.

§ 813 Abs. 2 BGB greift jedoch ein, soweit es des Rückforderungsanspruchs nicht bedarf, weil der von der MaBV bezweckte Schutz des Erwerbers im Einzelfall schon verwirklicht ist.
Rechtsgebiete:BGB, Richtlinie 85/577/EWG, MaBV
Vorschriften:BGB § 134, BGB § 312, BGB § 632 a, BGB § 641 Abs. 1, BGB § 813 Abs. 2, Richtlinie 85/577/EWG Art. 3 Abs. 2, Richtlinie 85/577/EWG Art. 8, MaBV § 3 Abs. 2, MaBV § 12,
Verfahrensgang:LG Mönchengladbach 3 O 179/04 vom 05.01.2005
OLG Düsseldorf I-9 U 16/05 vom 24.10.2005

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