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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 21.12.2000, Aktenzeichen: VII ZR 17/99 



BGH – Aktenzeichen: VII ZR 17/99

Urteil vom 21.12.2000


Leitsatz:BGB §§ 306, 633 ff

Die Gewährleistungsvorschriften des Werkvertragsrechts stellen eine Sonderregelung dar, die grundsätzlich die Anwendbarkeit des § 306 BGB ausschließen. Daher haftet der Unternehmer, der ein Bauvorhaben nach von ihm gefertigten Plänen zu errichten verspricht, nach den §§ 633 ff BGB, wenn feststeht, daß die Baugenehmigung aus Rechtsgründen nicht erteilt werden kann.

BGB §§ 633, 635

Legen die Parteien dem Bau- und Architektenvertrag eine vom Unternehmer gefertigte, aber noch nicht genehmigte Planung zugrunde, so führt ein Wegfall der ursprünglich geplanten französischen Balkone und die Verringerung der Wohnraumhöhe von 2,5 m auf das Mindestmaß von 2,4 m in allen Stockwerken zu Mängeln des ursprünglich geplanten Bauwerkes, sofern sich aus dem Vertrag kein Recht zur entsprechenden Umplanung ergibt (im Anschluß an BGH, Urteil vom 24. November 1988 - VII ZR 222/87 = BauR 1989, 219, 221 = ZfBR 1989, 58).

BGH, Urteil vom 21. Dezember 2000 - VII ZR 17/99 -
OLG Oldenburg
LG Osnabrück
Rechtsgebiete:BGB
Vorschriften:BGB § 306, BGB § 633 ff, BGB § 635, BGB § 633,

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