JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 21.07.2008, Aktenzeichen: II ZR 39/07
| Leitsatz: | a) Ein Stimmverbot des Veräußerers eines Geschäftsanteils gilt nur dann für den Erwerber, wenn die Abtretung der Umgehung des Stimmverbots dient (Anschluss an Sen.Urt. v. 29. Januar 1976 - II ZR 19/75, WM 1976, 378). b) Die Gesellschaft muss im Anfechtungsprozess die Angemessenheit der von der Mehrheit der Gesellschafter beschlossenen Vergütung eines Gesellschafter-Geschäftsführers beweisen, wenn er sie sich unter Verstoß gegen die innergesellschaftliche Kompetenzordnung ohne Abstimmung mit den übrigen Gesellschaftern bereits ausgezahlt hat. c) Der Verstoß gegen die innergesellschaftliche Kompetenzordnung allein führt noch nicht zur Schadensersatzpflicht (Anschluss an Sen.Urt. v. 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268). |
| Rechtsgebiete: | GmbHG |
| Vorschriften: | GmbHG § 46 Nr. 1, GmbHG § 46 Nr. 5, GmbHG § 46 Nr. 8, GmbHG § 47 Abs. 4, |
| Verfahrensgang: | LG Saarbrücken, 7II O 115/05 vom 04.04.2006 - OLG Saarbrücken, 1 U 243/06-73 vom 07.02.2007 |
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