JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 20.02.2003, Aktenzeichen: III ZR 224/01
| Leitsatz: | a) Wenn der Sektenbeauftragte einer öffentlich-rechtlich korporierten Religionsgemeinschaft sich in Wahrnehmung seiner kirchlichen Aufgaben in den Medien kritisch über soziale Vorgänge äußert, handelt er in Ausübung eines öffentlichen Amtes im Sinne von Art. 34 GG b) Dies kann Amtshaftungsansprüche nach § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG auslösen, nicht jedoch Entschädigungsansprüche wegen enteignungsgleichen Eingriffs. Der Sektenbeauftragte einer öffentlich-rechtlich korporierten Religionsgemeinschaft unterliegt bei kritischen Äußerungen in der Öffentlichkeit über andere Personen und Unternehmen im Hinblick auf die Grundrechte der Betroffenen gesteigerten Sorgfaltspflichten. |
| Rechtsgebiete: | GG, BGB |
| Vorschriften: | GG Art. 4, GG Art. 5, GG Art. 14 Cc, GG Art. 34, BGB § 839 A, BGB § 839 Ca, BGB § 839 Fd, |
| Verfahrensgang: | OLG Nürnberg vom 18.07.2001 LG Nürnberg-Fürth |
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