JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 18.11.1998, Aktenzeichen: VIII ZR 344/97
| Leitsatz: | BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES VERSÄUMNISURTEIL VIII ZR 344/97 Verkündet am: 18. November 1998 Mayer Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle in dem Rechtsstreit ZPO §§ 253, 1032 BGB § 242 Cd, D Ist in einem Vertrag über die Übernahme einer Steuerberaterpraxis vereinbart, bei Meinungsverschiedenheiten der Vertragspartner solle zunächst ein Schlichtungsversuch vor der zuständigen Steuerberaterkammer gemacht werden, so ist eine vor Durchführung des Schlichtungsverfahrens erhobene Klage unzulässig (Bestätigung des Senatsurteils vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 = WM 1984, 178 = NJW 1984, 669). Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn die Durchführung des vom Kläger eingeleiteten Schlichtungsverfahrens daran gescheitert ist, daß sich der Beklagte geweigert hat, seinen Anteil an den Gebühren der Steuerberaterkammer zu bezahlen; in diesem Falle steht der Berufung auf die Schlichtungsvereinbarung der Gegeneinwand der unzulässigen Rechtsausübung entgegen (Fortführung von BGHZ 102, 199). BGH, Urteil vom 18. November 1998 - VIII ZR 344/97 - OLG Frankfurt LG Darmstadt |
| Rechtsgebiete: | ZPO, BGB |
| Vorschriften: | ZPO § 253, ZPO § 1032, BGB § 242 Cd, D, |
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