JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 16.11.1998, Aktenzeichen: II ZR 68/98
| Leitsatz: | BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL Verkündet am: 16. November 1998 Boppel Justizamtsinspektor als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle II ZR 68/98 in dem Rechtsstreit BGB §§ 741, 744, 745, 747 a) Besteht an einer Vielzahl von Grundstücken eine Bruchteilsgemeinschaft unter denselben Teilhabern und werden diese Grundstücke seit Jahrhunderten gemeinschaftlich als Forst verwaltet, dann ist die Frage der Ordnungsgemäßheit der Verwaltung nicht isoliert für die einzelne Parzelle, sondern auf der Grundlage ihrer Einbindung in die als Forst verwaltete Sachgesamtheit zu beantworten. b) In einem solchen Fall kann auch der Tausch von Grundstücken (hier: Bauland gegen Aufforstungsflächen) ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen, so daß der einzelne Teilhaber dieser Maßnahme zuzustimmen hat. c) Bildet die Gemeinschaft im Wege ordnungsgemäßer Verwaltung Rückstellungen für zu erwartende Prozeßkosten oder Rücklagen nach dem Forstschädenausgleichsgesetz, verletzt dies nicht das grundsätzlich gegen seinen Willen nicht entziehbare Recht des Teilhabers auf Auszahlung des durch die Verwaltung erzielten, seinem Anteil entsprechenden Nettoertrages. BGH, Urt. v. 16. November 1998 - II ZR 68/98 - OLG Stuttgart LG Ulm |
| Rechtsgebiete: | BGB |
| Vorschriften: | BGB § 741, BGB § 744, BGB § 745, BGB § 747, |
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