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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 15.07.2008, Aktenzeichen: VI ZR 212/07 



BGH – Aktenzeichen: VI ZR 212/07

Urteil vom 15.07.2008


Leitsatz:Bewerfen sich Schüler an einer ca. 100 m von der Schule entfernten Bushaltestelle mit Schneebällen, so kann dieses Verhalten schulbezogen sein, so dass ein Übergang von Forderungen des Geschädigten auf den Unfallversicherungsträger ausscheidet.

§ 110 Abs. 1 Satz 3 SGB VII ordnet an, dass sich das Verschulden lediglich auf den die Haftung begründenden Tatbestand, nicht aber auf die konkreten Schadensfolgen beziehen muss. Vorsätzliches Handeln im Sinne des § 110 Abs. 1 SGB VII setzt Wissen und Wollen des rechtswidrigen Erfolges voraus.
Rechtsgebiete:SGB VII, SGB X
Vorschriften:SGB VII § 104, SGB VII § 105, SGB VII § 106, SGB VII § 110, SGB X § 116 Abs. 1,
Verfahrensgang:AG Lutherstadt Wittenberg, 8 C 914/06 vom 02.02.2007
LG Dessau, 1 S 49/07 vom 13.07.2007

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