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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 12.03.2003, Aktenzeichen: IV ZR 278/01 



BGH – Aktenzeichen: IV ZR 278/01

Urteil vom 12.03.2003


Leitsatz:a) Zur Ermittlung eines auffälligen Mißverhältnisses zwischen den beiderseitigen Leistungen sind die von einer reinen Privatklinik berechneten Pauschalvergütungen mit den Entgelten zu vergleichen, die andere nicht der Bundespflegesatzverordnung unterworfene Privatkliniken für vergleichbare Krankenhausleistungen nach einem entsprechenden Abrechnungsmodus verlangen.

b) Mit der Wendung "medizinisch notwendige Heilbehandlung" in § 1 Abs. 2 Satz 1 MB/KK 76 hat der Versicherer keine Beschränkung seiner Leistungspflicht auf die kostengünstigste Behandlung erklärt.

c) Das Kürzungsrecht des Versicherers bei sog. Übermaßbehandlung gemäß § 5 Abs. 2 MB/KK 76 erstreckt sich nicht auch auf Übermaßvergütungen (Aufgabe von BGH VersR 1978, 267).
Rechtsgebiete:BGB, MB/KK 76
Vorschriften:BGB § 138 Aa, MB/KK 76 § 1 Abs. 1 S. 2 lit. a, MB/KK 76 § 1 Abs. 2 S. 1, MB/KK 76 § 5 Abs. 2,
Verfahrensgang:OLG Frankfurt am Main vom 10.10.2001
LG Frankfurt am Main

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