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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 11.12.2006, Aktenzeichen: II ZR 243/05 



BGH – Aktenzeichen: II ZR 243/05

Urteil vom 11.12.2006


Leitsatz:Der fakultative Aufsichtsrat einer GmbH, dem die Zustimmung zu bestimmten Geschäften der Geschäftsführung nach § 52 Abs. 1 GmbHG, § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG vorbehalten ist (hier: Rechtsgeschäfte mit einer Verpflichtung von mehr als 100.000,00 DM), verletzt seine zur Haftung führenden organschaftlichen Pflichten nicht erst dann, wenn er die Geschäftsführung an von seiner Zustimmung nicht gedeckten Zahlungen nicht hindert, sondern bereits dann, wenn er ohne gebotene Information und darauf aufbauender Chancen- und Risikoabschätzung seine Zustimmung zu nachteiligen Geschäften erteilt.
Rechtsgebiete:AktG, GmbHG
Vorschriften:AktG § 93 Abs. 2, AktG § 111 Abs. 4 Satz 2, AktG § 116, GmbHG § 52,
Verfahrensgang:LG Koblenz 3 HKO 149/00 vom 01.12.2004
OLG Koblenz 6 U 41/05 vom 11.08.2005

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