JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 11.02.2000, Aktenzeichen: V ZR 271/99
| Leitsatz: | GG Art. 2 Abs. 1; 20 Abs. 3; 92; 140 i.V.m. WRV Art. 137 Abs. 3; BGB § 1004 a) Eine Kirchen- oder Religionsgemeinschaft (hier: jüdische Gemeinde) kann vor den staatlichen Gerichten ein Mitglied auf Unterlassung in Anspruch nehmen, auch wenn dazu innergemeinschaftliche Vorfragen (hier: zur Vertretung der Gemeinde) eine Rolle spielen. b) Ist die Vorfrage durch ein Schiedsgericht der Kirche oder Religionsgemeinschaft entschieden (hier durch Einsetzung eines kommissarischen Vorstandes), so sind die staatlichen Gerichte daran grundsätzlich gebunden. BGH, Urt. v. 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - OLG Naumburg LG Halle |
| Rechtsgebiete: | GG, WRV, BGB |
| Vorschriften: | GG Art. 2 Abs. 1, GG Art. 20 Abs. 3, GG Art. 92, GG Art. 140, WRV Art. 137 Abs. 3, BGB § 1004, |
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