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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 10.06.1999, Aktenzeichen: IX ZR 409/97 



BGH – Aktenzeichen: IX ZR 409/97

Urteil vom 10.06.1999


Leitsatz:DDR-KomVerf §§ 45 Abs. 2 Satz 2, 95; BGB § 765

Bedarf die Bürgschaft einer kommunalen Selbstverwaltungskörperschaft der Genehmigung der Aufsichtsbehörde, so ist der Bürgschaftsvertrag bis zur Erteilung der Genehmigung schwebend unwirksam.

BGB § 276 Fa, Fc; § 254 Abs. 1

a) Kommunale Selbstverwaltungskörperschaften können wegen Verschuldens bei Vertragschluß haften, wenn sie nicht darauf hinweisen, daß ein von ihnen abgeschlossener Vertrag der aufsichtsbehördlichen Genehmigung bedarf, oder sich nicht um deren Erteilung bemühen.

b) Hätte der Bürgschaftsgläubiger ein Darlehen nicht ausbezahlt, wenn er die Genehmigungsbedürftigkeit der Bürgschaft gekannt hätte, so steht einer Haftung des Bürgen aus Verschulden bei Vertragschluß nicht der Umstand entgegen, daß der Vertrauensschaden dem Erfüllungsinteresse an der genehmigungsbedürftigen Bürgschaft entspricht.

c) Zum Mitverschulden in derartigen Fällen.

BGH, Urt. v. 10. Juni 1999 - IX ZR 409/97 -
OLG Naumburg
LG Dessau
Rechtsgebiete:DDR-KomVerf, BGB
Vorschriften:DDR-KomVerf § 45 Abs. 2 Satz 2, DDR-KomVerf § 95, BGB § 765, BGB § 276 Fa, BGB § 276 Fc, BGB § 254 Abs. 1,

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