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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 09.07.2008, Aktenzeichen: XII ZR 39/06 



BGH – Aktenzeichen: XII ZR 39/06

Urteil vom 09.07.2008


Leitsatz:Nach Beendigung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft kommen wegen wesentlicher Beiträge eines Partners, mit denen ein Vermögenswert von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung geschaffen wurde, nicht nur gesellschaftsrechtliche Ausgleichsansprüche, sondern auch Ansprüche aus ungerechtfertiger Bereicherung (§ 812 Abs. 1 Satz 2, 2. Alt. BGB) sowie nach den Grundsätzen über den Wegfall der Geschäftsgrundlage in Betracht (Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung, vgl. etwa BGH Urteile vom 6. Oktober 2003 II ZR 63/02 FamRZ 2004, 94 und vom 8. Juli 1996 II ZR 193/95 NJW-RR 1996, 1473 f.). Das kann auch dann der Fall sein, wenn die Partner Miteigentümer einer Immobilie zu je 1/2 sind, der eine aber erheblich höhere Beiträge hierzu geleistet hat als der andere.
Rechtsgebiete:BGB
Vorschriften:BGB § 313, BGB §§ 730 ff., BGB § 812 Abs. 1 Satz 2, 2. Alt.,
Verfahrensgang:LG Frankfurt/Main, 2/30 O 237/02 vom 08.03.2004
OLG Frankfurt/Main, 8 U 75/04 vom 20.01.2006

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