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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 09.01.2006, Aktenzeichen: II ZR 72/05 



BGH – Aktenzeichen: II ZR 72/05

Urteil vom 09.01.2006


Leitsatz:a) Auch bei dem mit einer "Treuhandabrede" verbundenen Hin- und Herzahlen eines Bareinlagebetrages leistet der Inferent unter dem Gesichtspunkt der Kapitalaufbringung nichts. Die "Treuhandabrede" ist unwirksam.

b) Mit der Auskehrung des vermeintlich treuhänderisch zurückgewährten Bareinlagebetrages an die Gesellschaft tilgt der Inferent die offene Einlageschuld (vgl. Sen.Urt. v. 21. November 2005 - II ZR 140/04, z.V.b. in BGHZ = ZIP 2005, 2203).

c) Die Gründer einer "Vorrats-GmbH" haften nicht für die Entnahme des von ihnen ordnungsgemäß eingezahlten Stammkapitals durch die Erwerber der Geschäftsanteile nach Anmeldung des Erwerbs bei der Gesellschaft (§ 16 Abs. 1, 3 GmbHG).
Rechtsgebiete:GmbHG, BGB
Vorschriften:GmbHG § 8 Abs. 2, GmbHG § 16 Abs. 3, GmbHG § 19 Abs. 1, GmbHG § 19 Abs. 2, BGB § 362, BGB § 366, BGB § 667,
Verfahrensgang:OLG Schleswig 5 U 22/04 vom 27.01.2005
LG Flensburg 4 O 248/03 vom 21.01.2004

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