JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 09.01.2003, Aktenzeichen: III ZR 217/01
| Leitsatz: | Ist - wie in Bayern - die Wahrnehmung der rettungsdienstlichen Aufgaben sowohl im Ganzen wie im Einzelfall der hoheitlichen Betätigung zuzurechnen, so sind auch Behandlungsfehler des "Notarztes im Rettungsdiensteinsatz" nach Amtshaftungsgrundsätzen zu beurteilen. Die Vorschriften des Fünften Buches Sozialgesetzbuch stehen dem nicht (mehr) entgegen, da nach § 75 Abs. 1 Satz 2 SGB V in der Fassung des 2. GKV-Neuordnungsgesetzes vom 23. Juni 1997 (BGBl. I S. 1520) die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung in Fällen des Notdienstes nur (noch) die vertragsärztliche Versorgung zu den sprechstundenfreien Zeiten (Notfalldienst), nicht (mehr) die notärztliche Versorgung im Rahmen des Rettungsdienstes (Notarztdienst) umfaßt. Dies ist auch dann nicht anders zu beurteilen, wenn der Landesgesetzgeber - wie in Bayern - von der durch § 75 Abs. 1 Satz 2 SGB V n.F. eröffneten Möglichkeit, die notärztliche Versorgung im Rahmen des Rettungsdienstes (wieder) zum Gegenstand der vertragsärztlichen Versorgung zu machen, Gebrauch gemacht hat. |
| Rechtsgebiete: | BGB, SGB V, BayRDG |
| Vorschriften: | BGB § 839 Fc, SGB V § 75 Abs. 1 Satz 2 F/ 23. Juni 1997, BayRDG Art. 2 Abs. 1, BayRDG Art. 18 Abs. 1 Satz 3, BayRDG Art. 21 Abs. 1 Satz 1 F/ 8. Januar 1998, |
| Verfahrensgang: | OLG Nürnberg vom 30.04.2001 LG Regensburg |
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