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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 08.12.2005, Aktenzeichen: VII ZR 50/04 



BGH – Aktenzeichen: VII ZR 50/04

Urteil vom 08.12.2005


Leitsatz:a) Hat der Auftraggeber eines Vertrages, in dem die VOB/B vereinbart worden ist, nicht binnen zwei Monaten nach Zugang der Schlussrechnung Einwendungen gegen deren Prüfbarkeit erhoben, wird der Werklohn auch dann fällig, wenn die Rechnung objektiv nicht prüfbar ist. Es findet die Sachprüfung statt, ob die Forderung berechtigt ist. Bei ausreichender Grundlage kann der Werklohn gemäß § 287 ZPO geschätzt werden (im Anschluss an BGH, Urteil vom 23. September 2004 - VII ZR 173/03, BauR 2004, 1937).

b) Die Frist von zwei Monaten gilt auch dann, wenn eine Schlussrechnung während eines laufenden Gerichtsverfahrens eingereicht wird.
Rechtsgebiete:VOB/B
Vorschriften:VOB/B § 14, VOB/B § 16 Nr. 3 Abs. 1 B,
Verfahrensgang:KG Berlin 26 U 75/02 vom 07.01.2004
LG Berlin 96 O 108/01 vom 05.02.2002

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