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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 08.02.2006, Aktenzeichen: IV ZR 205/04 



BGH – Aktenzeichen: IV ZR 205/04

Urteil vom 08.02.2006


Leitsatz:1. In der privaten Krankheitskostenversicherung ist die Anwendung der §§ 74 bis 80 VVG durch § 178a Abs. 2 VVG ausgeschlossen.

2. Wird der Ehepartner des Versicherungsnehmers mitversichert (§ 178a Abs. 1 VVG) und enthalten die Versicherungsbedingungen keine besonderen Bestimmungen über seine Rechte aus dem Versicherungsvertrag, so ist er regelmäßig nicht lediglich als Gefahrsperson einer allein im Eigeninteresse des Versicherungsnehmers abgeschlossenen Versicherung anzusehen, sondern es liegt ein Krankheitskostenversicherungsvertrag für fremde Rechnung und damit ein echter Vertrag zugunsten Dritter im Sinne von § 328 Abs. 1 BGB vor. Darauf, ob der mitversicherte Ehepartner einer bezahlten Erwerbstätigkeit nachgeht oder durch Tätigkeit im Haushalt zum Familienunterhalt beiträgt, kommt es insoweit nicht an.

3. Der mitversicherte Ehepartner kann nach § 328 Abs. 1 BGB eine ihn betreffende Versicherungsleistung im eigenen Namen geltend machen. Das schließt die Berechtigung ein, den Fortbestand des Versicherungsverhältnisses als grundlegende Anspruchsvoraussetzung gerichtlich feststellen zu lassen.
Rechtsgebiete:VVG, BGB
Vorschriften:VVG § 75, VVG § 178a Abs. 1, VVG § 178a Abs. 2, VVG § 178a Abs. 3, BGB § 328 Abs. 1,
Verfahrensgang:LG Hannover 19 O 232/03 vom 15.01.2004
OLG Celle 5 U 63/04 vom 05.08.2004

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