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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 06.11.2003, Aktenzeichen: 1 StR 24/03 



BGH – Aktenzeichen: 1 StR 24/03

Urteil vom 06.11.2003


Leitsatz:1. Der Erwerb von Insiderpapieren in der Absicht, sie anschließend einem anderen zum Erwerb zu empfehlen, um sie dann bei steigendem Kurs - infolge der Empfehlung - wieder zu verkaufen (sog. Scalping), ist kein Insidergeschäft, sondern eine Kurs- und Marktpreismanipulation im Sinne von § 20a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG.

2. Eine solchermaßen motivierte Empfehlung ist auch dann eine verbotene Kurs- und Marktpreismanipulation, wenn die Empfehlung nach fachmännischem Urteil sachlich gerechtfertigt wäre.

3. Zwischen den Vorschriften des § 88 Nr. 2 BörsG aF und den § 39 Abs. 1 Nr. 2, § 38 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 20a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG besteht Unrechtskontinuität.
Rechtsgebiete:WpHG, BörsG, GG, StGB
Vorschriften:WpHG § 13 Abs.1 Nr. 3, WpHG § 14 Abs. 1 Nr. 1, WpHG § 20 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, WpHG § 38 Abs. 1 Nr. 4, WpHG § 39 Abs. 1 Nr. 2, BörsG a.F. § 88 Nr. 2, GG Art. 103 Abs. 2, StGB § 1,
Verfahrensgang:LG Stuttgart vom 30.08.2002

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