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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 06.06.2007, Aktenzeichen: 5 StR 127/07 



BGH – Aktenzeichen: 5 StR 127/07

Urteil vom 06.06.2007


Leitsatz:1. Bewirkt ein Sachbearbeiter des Finanzamtes durch die eigenhändig vorgenommene Eingabe erfundener Daten in die EDV-Anlage des Finanzamtes für fingierte Steuerpflichtige die Erstattung in Wirklichkeit nicht vorhandener Steueranrechnungsbeträge (§ 36 Abs. 2 EStG), macht er sich wegen Untreue (§ 266 StGB) in Tateinheit mit Steuerhinterziehung (§ 370 AO), nicht aber wegen Computerbetruges (§ 263a StGB) strafbar.

2. Zinsen auf Steuererstattungsbeträge gemäß § 233a AO sind Steuervorteile im Sinne von § 370 Abs. 1 AO (Abgrenzung zu BGHSt 43, 381).

3. Bei einer aufgrund unrichtiger Angaben gegenüber den Finanzbehörden erlangten Eigenheimzulage im Sinne des Eigenheimzulagengesetzes vom 26. März 1997 (BGBl. I S. 734) handelt es sich nicht um einen Steuervorteil im Sinne von § 370 Abs. 1 AO, sondern um einen Vermögensvorteil im Sinne von § 263 StGB.
Rechtsgebiete:AO 1977, StGB
Vorschriften:AO 1977 § 370 Abs. 1 Nr. 1, StGB § 52, StGB § 263, StGB § 263a, StGB § 266,
Verfahrensgang:LG Würzburg vom 28.11.2006

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