JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 05.06.2008, Aktenzeichen: III ZR 239/07
| Leitsatz: | a) Das in § 4 Abs. 2a Satz 1 und 2 GOÄ enthaltene Zielleistungsprinzip findet seine Grenze an dem Zweck dieser Bestimmung, eine doppelte Honorierung ärztlicher Leistungen zu vermeiden. b) Die Frage, ob im Sinn des § 4 Abs. 2a Satz 2 GOÄ und des Absatzes 1 Satz 1 und 2 der Allgemeinen Bestimmungen des Abschnitts L einzelne Leistungen methodisch notwendige Bestandteile der in der jeweiligen Leistungsbeschreibung genannten Zielleistung sind, kann nicht danach beantwortet werden, ob sie im konkreten Einzelfall nach den Regeln ärztlicher Kunst notwendig sind, damit die Zielleistung erbracht werden kann. Vielmehr sind bei Anlegung eines abstrakt-generellen Maßstabs wegen des abrechnungstechnischen Zwecks dieser Bestimmungen vor allem der Inhalt und systematische Zusammenhang der in Rede stehenden Gebührenpositionen zu beachten und deren Bewertung zu berücksichtigen (Fortführung der Senatsurteile BGHZ 159, 142 und vom 16. März 2006 III ZR 217/05 - NJW RR 2006, 919). c) Die Dekortikation der Lunge nach Nr. 2975 des Gebührenverzeichnisses ist nicht Bestandteil der in der Nr. 2997 mit Lobektomie und Lungensegmentresektion(en) beschriebenen Zielleistung. |
| Rechtsgebiete: | GOÄ, GOÄ Gebührenverzeichnis |
| Vorschriften: | GOÄ § 4 Abs. 2a, GOÄ Gebührenverzeichnis Nr. 2997, GOÄ Gebührenverzeichnis Nr. 2975, GOÄ Gebührenverzeichnis Nr. 3013, GOÄ Gebührenverzeichnis Nr. 3126, GOÄ Gebührenverzeichnis Nr. 2583, GOÄ Gebührenverzeichnis Nr. 2802, |
| Verfahrensgang: | AG Hamburg, 17A C 352/05 vom 13.12.2006 LG Hamburg, 320 S 15/07 vom 28.08.2007 |
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