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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 04.07.2002, Aktenzeichen: VII ZR 502/99 



BGH – Aktenzeichen: VII ZR 502/99

Urteil vom 04.07.2002


Leitsatz:a) Die Verpflichtung eines Bauunternehmers in Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Bestellers, zur Sicherung von Vertragserfüllungsansprüchen eine Bürgschaft auf erstes Anfordern zu stellen, ist unwirksam (Bestätigung von BGH, Urteil vom 18. April 2002 - VII ZR 192/01, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).

b) Der dadurch lückenhafte Vertrag ist ergänzend dahin auszulegen, daß der Bauunternehmer eine unbefristete, selbstschuldnerische Bürgschaft schuldet.

c) Eine solche ergänzende Vertragsauslegung kommt für Verträge, die nach Bekanntwerden dieser Entscheidung in den beteiligten Verkehrskreisen abgeschlossen werden, nicht mehr in Betracht.
Rechtsgebiete:AGBG, BGB
Vorschriften:AGBG § 9 Abs. 1 Bf, AGBG § 9 Abs. 1 Cl, AGBG § 6 Abs. 2, BGB § 133 B, BGB § 157 D a.F.,
Verfahrensgang:OLG Frankfurt am Main vom 16.07.1999
LG Gießen

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