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JuraForum.deUrteileBGHUrteil vom 03.11.2000, Aktenzeichen: V ZR 306/99 



BGH – Aktenzeichen: V ZR 306/99

Urteil vom 03.11.2000


Leitsatz:DDR:KomVerf § 49; ZPO § 549; BGB § 185

a) Der Runderlaß des Innenministers von Mecklenburg-Vorpommern vom 22. April 1991 (Abl. S. 338) über genehmigungsfreie Grundstücksgeschäfte der Gemeinden stellte eine Rechtsvorschrift im Sinne des § 49 Abs. 4 KomVerf dar.

b) Der auf den Bezirk des Oberlandesgerichts Rostock beschränkt gewesene Runderlaß hatte keine irrevisible Vorschrift im Sinne des § 549 Abs. 1 ZPO, sondern eine Verwaltungsmaßnahme zum Gegenstand, deren Inhalt durch Auslegung zu bestimmen ist; danach waren die von dem Erlaß erfaßten Grundstücksgeschäfte mit dessen Wirksamwerden genehmigungsfrei.

c) Wegen des Ausstehens der Genehmigung der Rechtsaufsichtsbehörde nach § 49 KomVerf schwebend unwirksame Grundstücksgeschäfte der Gemeinde wurden mit Inkrafttreten des Runderlasses wirksam.

BGH, Urt. v. 3. November 2000 - V ZR 306/99 -
OLG Rostock
LG Schwerin
Rechtsgebiete:DDR/KomVerf, ZPO, BGB
Vorschriften:DDR/KomVerf § 49, ZPO § 549, BGB § 185,

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