JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 02.12.2004, Aktenzeichen: III ZR 358/03
| Leitsatz: | a) Die See-Berufsgenossenschaft ist bei der Wahrnehmung der ihr nach § 6 Abs. 1 SeeaufgG zugewiesenen Aufgaben des Bundes nach § 1 Nr. 4 SeeaufgG für Amtspflichtverletzungen ihrer Mitarbeiter haftungsrechtlich verantwortlich. b) Auch bei der Geltendmachung eines gemeinschaftsrechtlichen Staatshaftungsanspruchs richtet sich die haftungsrechtliche Verantwortlichkeit nach Art. 34 GG. Der Bund, der gemeinschaftsrechtlich verpflichtet ist, den Ersatz des durch einen Verstoß gegen das Gemeinschaftsrecht entstandenen Schadens sicherzustellen, ist innerstaatlich nur dann Schuldner eines gemeinschaftsrechtlichen Staatshaftungsanspruchs, wenn ihn zugleich die Verantwortlichkeit nach Art. 34 Satz 1 GG trifft. |
| Rechtsgebiete: | BGB, GG, EG-Vertrag, Richtlinie 95/21/EG des Rates vom 19. Juni 1995, SeeaufgG, SchSV |
| Vorschriften: | BGB § 839 (A), GG Art. 34, GG Art. 87 Abs. 1 Satz 1, GG Art. 89 Abs. 2 Satz 2, EG-Vertrag Art. 288, Richtlinie 95/21/EG des Rates vom 19. Juni 1995 Art. 9, Richtlinie 95/21/EG des Rates vom 19. Juni 1995 Art. 11, SeeaufgG § 1 Nr. 4, SeeaufgG § 3e, SeeaufgG § 6 Abs. 1, SchSV § 3 Abs. 1, SchSV § 17 Abs. 3, |
| Verfahrensgang: | OLG Hamburg vom 21.11.2003 LG Hamburg vom 29.06.2001 |
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