JuraForum.de > Urteile > BGH > Urteil vom 01.02.2005, Aktenzeichen: VI ZR 174/03
| Leitsatz: | Wenn der Patient im Arzthaftungsprozeß im einzelnen darlegt, warum er bei vollständiger und richtiger Aufklärung hinsichtlich seiner Einwilligung in den ärztlichen Eingriff in einen Entscheidungskonflikt geraten wäre, darf der Tatrichter in aller Regel die Plausibilität dieses Vortrags nicht beurteilen, ohne den Patienten persönlich dazu angehört zu haben. Der Tatrichter darf seine eigene Beurteilung des Konflikts nicht an die Stelle derjenigen des Patienten setzen. |
| Rechtsgebiete: | BGB |
| Vorschriften: | BGB § 823 Abs. 1 (Aa), BGB § 847 Abs. 1 a.F., |
| Verfahrensgang: | Thüringer OLG Jena vom 04.06.2003 LG Meiningen |
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