JuraForum.de > Urteile > BGH > Beschluss vom 31.03.2008, Aktenzeichen: II ZB 4/07
| Leitsatz: | a) Hat die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage eines GmbH-Gesellschafters in erster Instanz Erfolg, kann ein anderer Gesellschafter selbst dann dem Rechtsstreit auf der Seite der Gesellschaft beitreten und Berufung einlegen, wenn die Gesellschaft auf Rechtsmittel verzichtet hat. b) Die Berufungsfrist beginnt für den GmbH-Gesellschafter, der im ersten Rechtszug nicht beigetreten ist, mit der Zustellung des Urteils an die Gesellschaft (Anschluss an Sen. Beschl. v. 8. November 2004 - II ZB 41/03, ZIP 2005, 45; v. 21. April 1997 - II ZB 7/96, NJW-RR 1997, 865). c) Dem nicht beigetretenen und über das Verfahren nicht informierten Gesellschafter kann Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist gewährt werden (Abgrenzung zu BGH, Beschl. v. 4. Oktober 1990 - IX ZB 78/90, NJW 1991, 229). |
| Rechtsgebiete: | ZPO |
| Vorschriften: | ZPO § 69, ZPO § 233 C, ZPO § 515, ZPO § 517, |
| Verfahrensgang: | LG Schwerin, 3 O 505/06 vom 09.06.2006 OLG Rostock, 6 U 109/06 vom 03.01.2007 |
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