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JuraForum.deUrteileBGHBeschluss vom 29.03.2006, Aktenzeichen: XII ZB 2/02 



BGH – Aktenzeichen: XII ZB 2/02

Beschluss vom 29.03.2006


Leitsatz:a) Auch bei langer Trennungszeit erfordert die Herabsetzung des Versorgungsausgleichs wegen grober Unbilligkeit nach § 1587 c Abs. 1 Nr. 1 BGB im Einzelfall eine Gesamtwürdigung aller wirtschaftlichen, sozialen und persönlichen Verhältnisse beider Ehegatten.

b) Hat der ausgleichspflichtige Ehegatte während einer langen Trennungszeit (hier: 17 Jahre) widerspruchslos Trennungsunterhalt gezahlt, ohne von dem ausgleichsberechtigten Ehegatten die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit zu fordern, kann der Ausgleichsberechtigte ein schutzwürdiges Vertrauen auf Teilhabe an den bis zum Ende der Ehezeit erworbenen Anrechten auf Altersversorgung des Ausgleichsverpflichteten haben.
Rechtsgebiete:BGB
Vorschriften:BGB § 1587 c Nr. 1,
Verfahrensgang:AG Kassel 512 F 1964/99 vom 11.08.2000
OLG Frankfurt 2 UF 264/00 vom 29.11.2001

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