JuraForum.de > Urteile > BGH > Beschluss vom 26.05.2008, Aktenzeichen: II ZB 23/07
| Leitsatz: | a) Im Falle der aktienrechtlichen Anfechtungsklage kann auch nach Inkrafttreten des UMAG v. 22. September 2005 der auf Klägerseite beitretende Aktionär sein nach § 66 ZPO erforderliches Interventionsinteresse am Obsiegen der unterstützten Partei schon allein damit begründen, dass ein stattgebendes Anfechtungsurteil gemäß § 248 Abs. 1 Satz 1 AktG ihm gegenüber Rechtskraft- und Gestaltungswirkung entfaltet. b) Auch nach Inkrafttreten des UMAG unterliegt ein auf Seiten des Anfechtungsklägers beitretender Nebenintervenient wie bisher keiner besonderen aktienrechtlichen Beschränkung i. S. einer der Klagebefugnis gemäß § 245 Nr. 1 AktG entsprechenden "Nebeninterventionsbefugnis" (i. Anschl. an Senatsbeschluss v. 23. April 2007 II ZB 29/05, ZIP 2007, 1528 - z.V.b. in BGHZ 172, 136). |
| Rechtsgebiete: | ZPO, AktG |
| Vorschriften: | ZPO § 66, ZPO § 71 Abs. 1, AktG § 245 Nr. 1 (Fassung: UMAG v. 22. September 2005, BGBl. I, S. 2802), |
| Verfahrensgang: | LG Frankfurt/Main, 3/5 O 111/06 vom 30.03.2007 OLG Frankfurt/Main, 5 W 17/07 vom 02.07.2007 |
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