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JuraForum.deUrteileBGHBeschluss vom 24.02.1999, Aktenzeichen: IX ZB 2/98 



BGH – Aktenzeichen: IX ZB 2/98

Beschluss vom 24.02.1999


Leitsatz:BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS

IX ZB 2/98

vom

24. Februar 1999

in dem Rechtsbeschwerdeverfahren

EuGVÜ Art. 27 Nr. 1; GG Art. 2 Abs. 1; BGB § 765

Hat ein zuständiges ausländisches Gericht auf der Grundlage des anwendbaren ausländischen Rechts einen Bürgen zur Zahlung verurteilt, kann vor einer Vollstreckbarerklärung in Deutschland im Hinblick auf das Grundrecht des Bürgen auf Selbstgestaltung seiner Rechtsverhältnisse regelmäßig nur geprüft werden, ob der Schuldner wegen besonders krasser struktureller Unterlegenheit durch die Vollstreckbarkeit zweifelsfrei zum wehrlosen Objekt der Fremdbestimmung gemacht und hierdurch auf unabsehbare Zeit auf das wirtschaftliche Existenzminimum der Pfändungsfreigrenzen verwiesen würde.

BGH, Beschl. v. 24. Februar 1999 - IX ZB 2/98 -
OLG Karlsruhe (Freiburg)
LG Baden-Baden
Rechtsgebiete:EuGVÜ, GG, BGB
Vorschriften:EuGVÜ Art. 27 Nr. 1, GG Art. 2 Abs. 1, BGB § 765,

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