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JuraForum.deUrteileBGHBeschluss vom 23.08.2001, Aktenzeichen: V ZB 10/01 



BGH – Aktenzeichen: V ZB 10/01

Beschluss vom 23.08.2001


Leitsatz:a) Die Veräußerung des Wohnungseigentums während eines rechtshängigen Wohnungseigentumsverfahrens läßt die Verfahrensführungsbefugnis des
Veräußerers unberührt. Einer formellen Beteiligung des Erwerbers durch das Gericht bedarf es nicht.

b) Der Feststellung und Bekanntgabe des Beschlußergebnisses durch den Vorsitzenden der Wohnungseigentümerversammlung kommt grundsätzlich konstitutive Bedeutung zu. Es handelt sich im Regelfall um eine Voraussetzung für das rechtswirksame Zustandekommen eines Eigentümerbeschlusses.

c) Die formal einwandfrei zustande gekommene Ablehnung eines Beschlußantrages durch die Wohnungseigentümer hat Beschlußqualität. Ein solcher Negativbeschluß ist kein Nichtbeschluß.
Rechtsgebiete:WEG, ZPO
Vorschriften:WEG § 23 Abs. 1, WEG § 23 Abs. 4 Satz 1, WEG § 24 Abs. 6 Satz 1, ZPO § 265,
Verfahrensgang:OLG Köln
LG Aachen
AG Eschweiler

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