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JuraForum.deUrteileBGHBeschluss vom 23.06.2004, Aktenzeichen: XII ZB 212/01 



BGH – Aktenzeichen: XII ZB 212/01

Beschluss vom 23.06.2004


Leitsatz:a) Ein Scheidungsantrag kann nach § 269 Abs. 1 ZPO nur mit Zustimmung des Antragsgegners zurückgenommen werden, wenn dessen Prozeßbevollmächtigter im Verhandlungstermin den Standpunkt seiner Partei zum Scheidungsbegehren zu erkennen gegeben und damit zur Hauptsache verhandelt hat.

b) Kommt es zur Aussetzung oder zum tatsächlichen Stillstand des Scheidungsverfahrens, leben die Ehegatten aber weiterhin getrennt, kann nach Fortsetzung des Verfahrens nicht - aus Billigkeitsgründen - von einem späteren Ehezeitende gemäß § 1587 Abs. 2 BGB ausgegangen werden (im Anschluß an die Senatsbeschlüsse vom 18. Dezember 1985 - IVb ZB 74/82 - FamRZ 1986, 335 und vom 13. Oktober 1982 - IVb ZB 601/81 - FamRZ 1983, 38).
Rechtsgebiete:BGB, ZPO
Vorschriften:BGB § 242 A, BGB § 1587 Abs. 2, ZPO § 78 Abs. 2, ZPO § 269 Abs. 1, ZPO § 608, ZPO § 626,
Verfahrensgang:OLG Stuttgart vom 12.09.2001
AG Tettnang

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