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JuraForum.deUrteileBGHBeschluss vom 23.04.2007, Aktenzeichen: II ZB 29/05 



BGH – Aktenzeichen: II ZB 29/05

Beschluss vom 23.04.2007


Leitsatz:a) Im Falle der aktienrechtlichen Anfechtungsklage kann der auf Klägerseite beitretende Aktionär sein nach § 66 ZPO erforderliches Interventionsinteresse am Obsiegen der unterstützten Partei schon allein damit begründen, dass ein stattgebendes Anfechtungsurteil gemäß § 248 Abs. 1 Satz 1 AktG ihm gegenüber Rechtskraft- und Gestaltungswirkung entfaltet.

b) Bei einem vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG v. 22. September 2005) wirksam erklärten Streitbeitritt auf Seiten des Anfechtungsklägers unterlag ein Nebenintervenient weder besonderen aktienrechtlichen Beschränkungen i.S. einer fristgebundenen "Nebeninterventionsbefugnis" entsprechend §§ 245 Nr. 1, 246 Abs. 1 AktG a.F. noch - im Wege "unechter Rückwirkung" - der durch das UMAG am 1. November 2005 neu eingeführten Nebeninterventionsfrist des § 246 Abs. 4 Satz 2 AktG n.F.
Rechtsgebiete:ZPO, AktG
Vorschriften:ZPO § 66, ZPO § 71 Abs. 1, AktG § 245 Nr. 1 Fassung vor und nach Inkrafttreten des UMAG v. 22. September 2005, AktG § 246 Abs. 1 Fassung vor und nach Inkrafttreten des UMAG v. 22. September 2005, AktG § 246 Abs. 4 Fassung vor und nach Inkrafttreten des UMAG v. 22. September 2005,
Verfahrensgang:LG Frankfurt/Main 3/6 O 172/04 vom 28.07.2005
OLG Frankfurt/Main 5 W 46/05 vom 03.11.2005

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