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JuraForum.deUrteileBGHBeschluss vom 22.01.2008, Aktenzeichen: VIII ZB 57/07 



BGH – Aktenzeichen: VIII ZB 57/07

Beschluss vom 22.01.2008


Leitsatz:a) Es wird daran festgehalten, dass sich durch die anteilige Anrechnung einer vorgerichtlich entstandenen Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 VV RVG (Nr. 2400 VV RVG aF) auf die Verfahrensgebühr des gerichtlichen Verfahrens gemäß Teil 3 Vorbemerkung 3 Absatz 4 VV RVG nicht die bereits entstandene Geschäftsgebühr, sondern die in dem anschließenden gerichtlichen Verfahren nach Nr. 3100 VV RVG anfallende Verfahrensgebühr vermindert (Senatsurteile vom 7. März 2007 - VIII ZR 86/06, NJW 2007, 2049; vom 14. März 2007 - VIII ZR 184/06, NJW 2007, 2050; vom 11. Juli 2007 - VIII ZR 310/06, NJW 2007, 3500).

b) Für die Anrechnung ist es ohne Bedeutung, ob die Geschäftsgebühr auf materiell-rechtlicher Grundlage vom Prozessgegner zu erstatten und ob sie unstreitig, geltend gemacht, tituliert oder bereits beglichen ist.

c) Eine vorprozessual zur Anspruchsabwehr angefallene Geschäftsgebühr kann nicht Gegenstand einer Kostenfestsetzung nach §§ 103 ff. ZPO sein (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 27. April 2006 - VII ZB 116/05, NJW 2006, 2560 f.).
Rechtsgebiete:ZPO, RVG-VV
Vorschriften:ZPO § 91, RVG-VV Anlage 1 Teil 3 Vorbemerkung 3 Absatz 4,
Verfahrensgang:AG Quedlinburg, 3 C 306/05 (IV) vom 10.07.2006
LG Magdeburg, 3 T 325/07 *288* vom 18.06.2007

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