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JuraForum.deUrteileBGHBeschluss vom 21.07.2008, Aktenzeichen: II ZR 1/07 



BGH – Aktenzeichen: II ZR 1/07

Beschluss vom 21.07.2008


Leitsatz:a) Eine Mehrzuteilungsoption (sog. Greenshoe-Option) kann den Konsortialbanken bei einem Börsengang nicht nur im Wege der sog. Aktienleihe durch Altaktionäre, sondern gleichermaßen von der Gesellschaft durch eine Kapitalerhöhung eingeräumt werden.

b) Die Beschaffung der für eine solche marktübliche Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) erforderlichen neuen Aktien kann auch im Wege eines genehmigten Kapitals mit Bezugsrechtsausschluss durch die Hauptversammlung bei gleichzeitiger Ermächtigung des Vorstands zur Entscheidung über die Bedingungen der Aktienausgabe (§§ 202, 204 AktG) erfolgen. In einem solchen Fall kann eine Anfechtung des Hauptversammlungsbeschlusses nicht auf eine Unangemessenheit der Ausgabemodalitäten (§ 255 Abs. 2 AktG) gestützt werden.
Rechtsgebiete:AktG
Vorschriften:AktG § 202, AktG § 204, AktG § 255 Abs. 2,
Verfahrensgang:KG Berlin, 23 U 55/03 vom 16.11.2006
LG Berlin, 90 O 129/02 vom 09.01.2003

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