JuraForum.de > Urteile > BGH > Beschluss vom 20.06.2007, Aktenzeichen: XII ZB 17/04
| Leitsatz: | a) Die in Art. 10 Abs. 1 EGBGB enthaltene Verweisung auf das Heimatrecht des Namensträgers ist eine Gesamtverweisung im Sinn des Art. 4 Abs. 1 Satz 1 EGBGB, die auch das Kollisionsrecht des ausländischen Staates umfasst, so dass etwaige Rück- und Weiterverweisungen zu beachten sind. b) Rückverweisungen sind im Rahmen der objektiven Anknüpfung nach Art. 10 Abs. 1 EGBGB auch dort zu beachten, wo ein fremdes Kollisionsrecht diese aufgrund einer abweichenden Qualifikation der Namensfrage ausspricht (hier: Namensführung der geschiedenen türkischen Ehefrau als Scheidungsfolge gemäß Art. 13 türk. IPRG). |
| Rechtsgebiete: | EGBGB, Türk. IPRG |
| Vorschriften: | EGBGB Art. 10 Abs. 1, Türk. IPRG Art. 13, |
| Verfahrensgang: | AG Bielefeld 3 III 115/03 vom 12.09.2003 LG Bielefeld 23 T 614/03 vom 14.10.2003 OLG Hamm 15 W 426/03 vom 22.01.2004 |
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