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JuraForum.deUrteileBundesgerichtshofBeschluss vom 10.03.2009, Aktenzeichen: 5 StR 460/08 

BGH – Aktenzeichen: 5 StR 460/08

Beschluss vom 10.03.2009


Leitsatz:Diese Entscheidung enthält keinen zur Veröffentlichung bestimmten Leitsatz.
Rechtsgebiete:GVG, StPO
Vorschriften:§ 171a GVG, § 172 GVG, § 174 GVG, § 58a Abs. 1 StPO, § 59 Abs. 2 StPO, § 68b Abs. 1 StPO, § 79 Abs. 2 StPO, § 168c StPO, § 238 Abs. 2 StPO, § 240 Abs. 2 StPO, § 247 StPO, § 251 Abs. 4 StPO, § 338 StPO, § 338 StPO, § 344 Abs. 2 StPO
Stichworte:

Volltext

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Dem Unterschriftserfordernis der § 520 Abs. 5, § 130 Nr. 6 ZPO ist genügt, wenn zwar der Berufungsbegründungsschriftsatz nicht unterschrieben ist, dieser aber einem - von einem dazu bevollmächtigten und bei dem Prozessgericht zugelassenen Rechtsanwalt unterzeichneten - Schriftsatz beigefügt ist, in dem ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass die Berufungsbegründung mit beiliegendem Schriftsatz gesendet werde, und beide Schriftsätze zusammen dem Gericht mit einem einheitlichen Telefax übermittelt werden.

Der Rechtsmittelführer, der vor Ablauf der Berufungsbegründungsfrist unter Darlegung eines der Gründe des § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO einen ersten Antrag auf Verlängerung dieser Frist um drei Wochen stellt, kann regelmäßig darauf vertrauen, dass die beantragte Fristverlängerung erfolgt, auch wenn er innerhalb dieser Zeitspanne noch keine Nachricht darüber erhalten hat, ob seinem Verlängerungsantrag stattgegeben wurde. Reicht er die Berufungsbegründung vor dem Zeitpunkt ein, bis zu dem er Fristverlängerung beantragt hat, kann ihm auf seinen Antrag - aus prozessökonomischen Gründen ohne vorherige Entscheidung über den Verlängerungsantrag - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bewilligt werden.

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