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JuraForum.deUrteileBGHBeschluss vom 08.12.2008, Aktenzeichen: II ZR 263/07 



BGH – Aktenzeichen: II ZR 263/07

Beschluss vom 08.12.2008


Leitsatz:a) Die Satzung einer GmbH kann für den Fall des Ausschlusses eines Gesellschafters durch Gesellschafterbeschluss anordnen, dass der betroffene Gesellschafter seine Gesellschafterstellung mit sofortiger Wirkung - also auch schon vor Zahlung seiner Abfindung - verliert (BGHZ 32, 17, 23 ; Sen. Urt. v. 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544).

b) Der Beschluss über die Einziehung eines Geschäftsanteils ist wegen Verstoßes gegen § 34 Abs. 3 GmbHG jedenfalls dann nichtig, wenn infolge einer Unterbilanz bzw. einer darüber hinausgehenden bilanziellen Überschuldung bereits im Zeitpunkt der Beschlussfassung feststeht, dass die Gesellschaft eine geschuldete - sofort fällige - Abfindung nicht aus freiem Vermögen aufbringen kann (BGHZ 144, 365, 369 f.) .
Rechtsgebiete:GmbHG, GG
Vorschriften:GmbHG § 34 Abs. 3, GG Art. 103,
Verfahrensgang:OLG München, 23 U 2111/07 vom 25.10.2007
LG Traunstein, 1 HK O 5036/05 vom 19.01.2007

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