JuraForum.de > Urteile > BFH > Urteil vom 30.04.2003, Aktenzeichen: I R 102/01
| Leitsatz: | Wird ein Mitunternehmeranteil im Wege der Sachgründung in eine unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige Kapitalgesellschaft eingebracht und übernimmt die aufnehmende Kapitalgesellschaft die Mitunternehmerstellung des Einbringenden, so wird das Bewertungswahlrecht gemäß § 20 Abs. 2 UmwStG 1977 für die in dem Mitunternehmeranteil verkörperten Wirtschaftsgüter nicht in der Steuerbilanz der Kapitalgesellschaft, sondern in derjenigen der Personengesellschaft ausgeübt. Werden stille Reserven aufgedeckt, ist für die aufnehmende Kapitalgesellschaft eine Ergänzungsbilanz aufzustellen. Eine Bindung an den handelsbilanziellen Wertansatz für den eingebrachten Mitunternehmeranteil in der Eröffnungsbilanz der Kapitalgesellschaft besteht dabei nicht. |
| Rechtsgebiete: | UmwStG 1977, EStG, HGB |
| Vorschriften: | UmwStG 1977 § 20 Abs. 1 Satz 1, UmwStG 1977 § 20 Abs. 2 Satz 1, UmwStG 1977 § 20 Abs. 2 Satz 3, EStG § 5 Abs. 1 Satz 2, EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, HGB § 242 Abs. 1, |
| Verfahrensgang: | FG München 12 K 4528/98 vom 18.09.2001 |
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