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JuraForum.deUrteileBFHUrteil vom 26.11.2008, Aktenzeichen: I R 7/08 



BFH – Aktenzeichen: I R 7/08

Urteil vom 26.11.2008


Leitsatz:§ 8b Abs. 5 KStG 2002 i.d.F. bis zur Änderung durch das Gesetz zur Umsetzung der Protokollerklärung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuervergünstigungsabbaugesetz vom 22. Dezember 2003 (BGBl. I 2003, 2840, BStBl I 2004, 14) verstößt sowohl gegen die gemeinschaftsrechtliche Grundfreiheit der freien Wahl der Niederlassung nach Art. 43 und 48 EG als auch gegen die Grundfreiheit des freien Kapitalverkehrs nach Art. 56 und 58 EG und ist deswegen auch gegenüber sog. Drittstaaten unanwendbar (Bestätigung des Senatsurteils vom 9. August 2006 I R 95/05, BFHE 214, 504, BStBl II 2007, 279; teilweise Abweichung vom BMF-Schreiben vom 21. März 2007, BStBl I 2007, 302).
Rechtsgebiete:KStG 2002, EG
Vorschriften:KStG 2002 a.F. § 8b Abs. 5, EG Art. 43, EG Art. 48, EG Art. 56, EG Art. 57 Abs. 1, EG Art. 58 Abs. 3,
Stichworte:Verstoß gegen die Niederlassungsfreiheit und Kapitalverkehrsfreiheit durch § 8b Abs. 5 KStG 2002 a.F. - Anwendungsbereich von Grundfreiheiten - Keine Rechtfertigung von Gemeinschaftsrechtsverstößen durch fiskalische Erwägungen - Erfordernis eines Vorabentscheidungsersuchens - Verfassungsmäßigkeit des § 8b Abs. 5 KStG 2002,
Verfahrensgang:FG Münster, 9 K 2912/04 K G vom 09.11.2007

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