JuraForum.de > Urteile > BFH > Urteil vom 20.07.2004, Aktenzeichen: VII R 99/00
| Leitsatz: | 1. In Fällen der Entziehung einer Nichtgemeinschaftsware aus der zollamtlichen Überwachung (hier: Entfernung aus dem Zolllager zur Wiederausfuhr ohne unmittelbare Überführung in das externe Versandverfahren) entsteht die Einfuhrzollschuld ohne die Möglichkeit einer Heilung (Anschluss an das EuGH-Urteil vom 12. Februar 2004 Rs. C-337/01). 2. Die zur Entscheidung über einen Erstattungsantrag berufenen Zollbehörden und Gerichte sind von Amts wegen verpflichtet, den Antrag unabhängig von dem geltend gemachten Rechtsgrund umfassend auf alle Erstattungsgründe hin zu überprüfen, die nach dem Vorbringen des Antragstellers einschlägig sein könnten, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anwendung dieser Bestimmungen, insbesondere die Fristen für die Antragstellung, erfüllt sind. |
| Rechtsgebiete: | VO EWG Nr. 2913/92, VO EWG Nr. 2454/93 |
| Vorschriften: | VO EWG Nr. 2913/92 (ZK) Art. 37, VO EWG Nr. 2913/92 (ZK) Art. 91 Abs. 1 Buchst. a, VO EWG Nr. 2913/92 (ZK) Art. 203 Abs. 1, VO EWG Nr. 2913/92 (ZK) Art. 203 Abs. 3 Anstrich 4, VO EWG Nr. 2913/92 (ZK) Art. 204 Abs. 1, VO EWG Nr. 2913/92 (ZK) Art. 236 Abs. 1 erster Unterabs., VO EWG Nr. 2913/92 (ZK) Art. 239, VO EWG Nr. 2454/93 (ZKDVO) Art. 859, VO EWG Nr. 2454/93 (ZKDVO) Art. 905 Abs. 1, |
| Verfahrensgang: | FG Hamburg IV 906/97 vom 14.09.2000 |
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