JuraForum.de > Urteile > BFH > Urteil vom 19.02.1999, Aktenzeichen: I R 107/97
| Leitsatz: | BUNDESFINANZHOF 1. Die an einen Gesellschafter-Geschäftsführer gezahlte Umsatztantieme ist im Regelfall eine vGA und eine andere Ausschüttung, wenn in der Tantiemevereinbarung eine zeitliche und höhenmäßige Begrenzung der Tantieme fehlt (Abgrenzung zu BFH-Urteil vom 19. Mai 1993 I R 83/92, BFH/NV 1994, 124). Dies gilt auch, wenn der durch die Umsatztantieme begünstigte Gesellschafter-Geschäftsführer Minderheitsgesellschafter ist. 2. Erstattet eine Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer anläßlich von Dienstreisen entstandene Übernachtungs- und Verpflegungsaufwendungen, so kann darin eine vGA liegen. § 4 Abs. 5 Nr. 6 EStG ist auf diesen Sachverhalt jedoch nicht anwendbar. KStG § 8 Abs. 3 Satz 2, § 27 EStG § 4 Abs. 5 Nr. 6 Urteil vom 19. Februar 1999 - I R 105-107/97 - Vorinstanz: Niedersächsisches FG |
| Rechtsgebiete: | KStG, EStG |
| Vorschriften: | KStG § 8 Abs. 3 Satz 2, KStG § 27, EStG § 4 Abs. 5 Nr. 6, |
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