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JuraForum.deUrteileBundesfinanzhofUrteil vom 13.02.2008, Aktenzeichen: I R 75/07 

BFH – Aktenzeichen: I R 75/07

Urteil vom 13.02.2008


Leitsatz:Die gewerbesteuerrechtlichen Kürzungsvorschriften der §§ 9 Nr. 7 und 12 Abs. 3 Nr. 4 GewStG 1991 (internationales Schachtelprivileg) setzen voraus, dass die ausländischen Tochtergesellschaften ihre Bruttoerträge ausschließlich oder fast ausschließlich aus unter § 8 Abs. 1 Nr. 1 bis 6 AStG fallenden aktiven Tätigkeiten beziehen. Ist eine ausländische Tochtergesellschaft mitunternehmerisch an einem weiteren Unternehmen beteiligt, sind ihr die im Rahmen der Mitunternehmerschaft erzielten Bruttoerträge insoweit nach Art und Höhe anteilig zuzurechnen; dies gilt auch bei einer mehrstufigen mitunternehmerischen Beteiligung.
Rechtsgebiete:GewStG 1991, AStG
Vorschriften:§ 9 Nr. 7 GewStG 1991, § 12 Abs. 3 Nr. 4 GewStG 1991, § 8 Abs. 1 Nr. 1 AStG, § 8 Abs. 1 Nr. 2 AStG, § 8 Abs. 1 Nr. 3 AStG, § 8 Abs. 1 Nr. 4 AStG, § 8 Abs. 1 Nr. 5 AStG, § 8 Abs. 1 Nr. 6 AStG
Stichworte:Aktivitätserfordernisse beim gewerbesteuerrechtlichen internationalen Schachtelprivileg - DBA: Betriebsstätten einer Personengesellschaft als Betriebsstätten der einzelnen Gesellschafter
Verfahrensgang:FG Baden-Württemberg, 9 K 187/04 vom 27.04.2007

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