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JuraForum.deUrteileBFHUrteil vom 12.11.2008, Aktenzeichen: I R 77/07 



BFH – Aktenzeichen: I R 77/07

Urteil vom 12.11.2008


Leitsatz:1. Werden Anteile an einer Kapitalgesellschaft I, bei deren Erwerb ein sog. Sperrbetrag nach § 50c Abs. 11 EStG 1997 ausgelöst wurde, in eine weitere Kapitalgesellschaft II im Wege einer Kapitalerhöhung eingebracht, und werden anschließend die Kapitalgesellschaft I wie auch später die Kapitalgesellschaft II formwechselnd in eine Personengesellschaft umgewandelt (sog. Doppelumwandlungsmodell), ist bei der Ermittlung des Umwandlungsgewinns jeweils ein Sperrbetrag (gemäß § 50c Abs. 11 EStG 1997 als unmittelbarer bzw. gemäß § 50c Abs. 7 EStG 1997 als mittelbarer Sperrbetrag) zu berücksichtigen.

2. Ein Sperrbetrag nach § 50c Abs. 11 EStG 1997 kann auch bei einem Anteilserwerb vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform vom 29. Oktober 1997 (BGBl. I 1997, 2590, BStBl I 1997, 928) ausgelöst werden. § 50c Abs. 11 EStG 1997 wirkt nicht in verfassungswidriger Weise zurück.
Rechtsgebiete:EStG 1997, UmwStG 1995
Vorschriften:EStG 1997 § 50c Abs. 7, EStG 1997 § 50c Abs. 8, EStG 1997 § 50c Abs. 11, UmwStG 1995 § 4 Abs. 4, UmwStG 1995 § 4 Abs. 5, UmwStG 1995 § 14,
Stichworte:Sperrbetrag gemäß § 50c EStG 1997 bei sog. Doppelumwandlungsmodell - Keine verfassungswidrige Rückwirkung - Missbrauchsabwehr durch den Gesetzgeber,
Verfahrensgang:FG Münster, 14 K 1878/05 F vom 29.06.2007

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