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JuraForum.deUrteileBFHUrteil vom 11.04.2006, Aktenzeichen: VI R 64/02 



BFH – Aktenzeichen: VI R 64/02

Urteil vom 11.04.2006


Leitsatz:1. Sind Ermessensrichtlinien erlassen, überprüfen die Steuergerichte auch, ob die Richtlinie die gesetzlichen Grenzen des Ermessens einhält und ob sie von dem Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung entsprechenden Weise Gebrauch macht.

2. Lehnt das Finanzamt, gestützt auf den Erlass über Steuererklärungsfristen vom 2. Januar 1997 (BStBl I 1997, 125) einen Fristverlängerungsantrag allein mit der Begründung ab, der Steuerpflichtige habe nicht Personen oder Gesellschaften i.S. des § 3 StBerG oder Buchstellen von Körperschaften und Vereinigungen i.S. des § 4 Nr. 3 und 8 StBerG, sondern einen Lohnsteuerhilfeverein mit der Anfertigung seiner Einkommensteuererklärung beauftragt, ist diese Entscheidung rechtswidrig.
Rechtsgebiete:StBerG, FGO, AO 1977
Vorschriften:StBerG § 3, StBerG § 4 Nr. 3, StBerG § 4 Nr. 8, StBerG § 4 Nr. 11, FGO § 100 Abs. 1 Satz 4, AO 1977 § 5, AO 1977 § 109 Abs. 1 Satz 1, AO 1977 § 149 Abs. 2 Satz 1,
Verfahrensgang:FG Mecklenburg-Vorpommern 1 K 294/97 vom 10.02.1999

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